Informationsgewinn (Information Gain)
Der Informationsgewinn (Information Gain) stellt jeder Seite eine unverblümte Frage: Was fügt sie hinzu, das nicht ohnehin schon bekannt ist? Der Gedanke stammt aus der Informationstheorie, wo er misst, wie stark ein neuer Hinweis die Unsicherheit verringert. Auf eine Website angewendet, trennt er die Seiten, die einer Maschine etwas sagen, das sie noch nicht hatte, von den Seiten, die wiederholen, was sie schon tausendmal gelesen hat.
Das zählte weniger, solange die Suche Dokumente sortierte. Jetzt zählt es enorm, denn das System, das dich liest, hat die allgemeinen Fakten bereits. Ein Modell braucht deine Seite nicht, um zu lernen, was eine Wärmepumpe ist, was eine Handänderung bedeutet oder warum Dämmung wichtig ist. Es greift auf das Web zu für das, was es von innen nicht wissen kann: was etwas dieses Jahr tatsächlich kostet, an diesem Ort, bei dir.
Die meisten Seiten schneiden schlecht ab, und sie tun es aus einem Grund, der einmal ein guter Rat war. Der definitorische Einstiegsabsatz. Das beruhigende Räuspern über eine Welt im schnellen Wandel. Die Leistungsseite, zusammengesetzt aus denselben sechs Vorteilen, die jeder Mitbewerber aufzählt. Der Artikel, geschrieben nach Sichtung der zehn besten Artikel, der schon von der Anlage her nichts enthalten kann, was die zehn nicht bereits hatten. Alles davon liest sich vollkommen kompetent, und alles davon ist unsichtbar.
Was Gewinn trägt, ist spezifisch und leicht unangenehm zu veröffentlichen. Echte Preise, und was sie bewegt. Die Einschränkung, unter der du arbeitest. Der Auftrag, den du ablehnst, und warum. Das, worüber du im zwölften Jahr deine Meinung geändert hast. Zahlen aus der eigenen Arbeit statt aus dem Bericht, den alle zitieren. Es ist meist genau das Material, das Inhaber für zu speziell halten, um jemanden zu interessieren — und genau deshalb lohnt es sich, es abzurufen.
Die einfache Fassung: Wenn diese Seite heute Nacht verschwände, was ginge verloren, das sich bis zum Morgen nicht anderswo finden liesse? Wenn die ehrliche Antwort nichts lautet, ist die Seite nicht schlecht geschrieben. Sie wird schlicht nicht gebraucht — und nicht gebraucht zu werden ist heute das teurere der beiden Versäumnisse.