Keyword-Dichte
Keyword-Dichte ist der Anteil einer Seite, der aus einem bestimmten Suchbegriff besteht: die Phrase, so und so oft wiederholt, auf so und so viele Wörter. Eine Zeit lang war das im frühen Web tatsächlich ein Rankingfaktor, weil frühe Suchmaschinen weitgehend Wörter zählten. Um das Erreichen eines Zielprozentsatzes wuchs eine ganze Branche heran, und die Gewohnheiten aus jener Zeit erweisen sich als bemerkenswert zählebig.
Es hat schon lange aufgehört zu funktionieren. Suchmaschinen sind dazu übergegangen, Bedeutung zu beurteilen, statt Wiederholungen zu zählen, und die Systeme, die heute das Web lesen, sind Sprachmodelle — Maschinen, die eigens dafür gebaut sind zu verstehen, was eine Passage sagt, nicht wie oft sie ein Wort sagt. Für sie ist Dichte kein schwaches Signal. Sie ist gar kein Signal.
Schlimmer noch, sie kann gegen dich zählen. Eine Seite, die eine Phrase unnatürlich wiederholt, liest sich genau für jene Maschinen als Spam, die du beeindrucken willst, und liest sich schlecht für den Menschen, der darauf landet. Jeden Monat ein Honorar dafür zu zahlen, dass ein Begriff über deine Seiten gestreut wird, kann dich ein Stück schlechter dastehen lassen, als hättest du gar nichts getan.
Darunter liegt ein wahrer Satz begraben, und der ist es wert, behalten zu werden. Die Wörter, die du verwendest, sind wichtig — einmal. Wenn deine Kunden nach einem Sanitär-Notdienst fragen und deine Website nur von reaktionsschnellen hydraulischen Lösungen spricht, wird keine Maschine dich mit der Frage verbinden. Das Vokabular deiner Kunden zu sprechen ist echte Arbeit. Es ist auch ein Nachmittag Arbeit, einmal gemacht und selten wieder angefasst. Ein Abonnement war es nie.
Menschlich übersetzt ist es der Unterschied zwischen etwas sagen und ein Wort wiederholt sagen. Vom Zweiten wurde noch nie jemand überzeugt. Die Maschinen sind in dieser engen Hinsicht genau wie Menschen.